Segelfreunde am Forggensee
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Chronologie der Ereignisse / Informationen (aktuellste Information oben auf der Seite):

28.06.2018:

Der Forggensee-Aufstau wird wöchentlich geprüft --- so eine Meldung von Uniper

Doch mittlerweile gehört genauso viel Fantasie für einen Vollstau 2018 dazu, wie das der deutschen Nationalmannschaft posthum der Weltmeistertitel 2018 zuerkannt wird. Natürlich werden wir uns mit der Situation abfinden, es leibt jedoch die Frage, warum wird nur in Häppchen (die Einkäufer nennen es Salami-Taktik) informiert? 

16.05.2018 - Update zum Projektfortschritt

Zitat aus der Website von Uniper:

Status: Weitere Bohrungen zur Erkundung des Baugrunds werden niedergebracht. Außerdem wurde an der rechten Dammseite mit den Vorbereitungen für die gezielten Injektionen der Zementsuspension begonnen, die den Bauuntergrund stabilisieren soll. Dazu sind weiterhin zwei Bohrgeräte auf der Dammkrone im Einsatz. Die Arbeiten entlang der Berme für Fußgänger- und Radfahrerumleitung sind nahezu abgeschlossen.

Wasserspiegel Forggensee: Der Wasserspiegel liegt unverändert bei etwa 15  Meter unter dem Bezugspunkt bei 780,5 müNN. Eine Entscheidung über das ob und wann eines Aufstaus kann frühestens Anfang Juni erfolgen und wird umgehend hier und über die Medien kommuniziert werden.

Nächste Schritte: Die Erkundung des Baugrunds durch Bohrungen und deren Analyse wird planmäßig fortgesetzt, ebenso die Injektionsbohrungen und Injektionen zur Stabilisierung des Dammuntergrunds. Die Fußgänger- und Radfahrerumleitung wird mit der Fertigstellung der noch fehlenden Anschlüsse an die OAL 1 fortgesetzt. Parallel dazu erfolgt die Detailplanung der Schlitzwand.

Am "Schlitzwand-Verfahren" - Interessierte können sich hier informieren (Link auf Website der Fa. Bauer).

 

06.04.2018 - Info des Landratsamtes OAL: Der Forggensee-Staudamm ist ab 11.04. 2018 gesperrt

Die Straße über den Forggensee-Staudamm bei Roßhaupten wird ab dem 11. April 2018 bis voraussichtlich Mai 2019 für den Kraftfahrzeugverkehr gesperrt. Die Umleitungen erfolgen großräumig über Füssen beziehungsweise Lechbruck. Für Radfahrer und Fußgänger bleibt der Staudamm geöffnet.

22.03.2018 - Aktualisierung

Aus unbestätigten Quellen gibt es Informationen, dass es "vor August nicht mit dem Wasser wird". Leider gibt es seitens des Landratsamtes Marktoberdorf noch keine Stellungnahme und keine Information, wie mit der Saison verfahren wird.

Für uns Segler stellen sich die Fragen, ob ...

a) und wann wir 2018 unsere Schiffe wassern können?

b) gibt es offizielle Einschränkungen seitens Landratsamt oder Wasserwirtschaftsamt?

c) falls ja, gibt es Ermäßigungen oder Vergünstigungen für die teilweise entgangene Saison?

 

Hier noch ein Artikel aus dem Kreisboten von Matthias Matz vom 23.03.2018:

Füssen/Landkreis – In den vergangenen Jahren wirtschaftlich im Aufwind, droht der Forggenseeschifffahrt heuer ein empfindlicher Rückschlag.

Gerade als Leiter der Stadtwerke habe er für notwendige Sanierungsarbeiten wie die am Damm geplanten vollstes Verständnis, erklärte Werkleiter Helmut Schauer im Gespräch mit unserer Zeitung. „Und ohne den Damm gäbe es unsere Schifffahrt ja auch gar nicht.“ Nichts desto trotz hofft er, dass die entscheidende erste Phase der Bauarbeiten planmäßig funktioniert. Denn jeder Tag, den der See nach dem 1. Juni aufgestaut wird, kostet den städtischen Eigenbetrieb Geld in Form von entgangenen Einnahmen. „Schon eine Woche oder zehn Tage sind spürbar“, so Schauer. 

Sonderfahrten fraglich

Besonders bitter: Für den 1. bis 23. Juni sind bereits 28 Reservierungen für die beiden Schiffe eingegangen. Darüber hinaus sind für diesen Zeitraum fünf Sonderfahrten geplant. Diese stehen nun auf der Kippe. „Das tut weh“, so Schauer. Alle Fahrgäste, die bereits eine zugesicherte Reservierung hatten, müssten nun persönlich angeschrieben und informiert werden. 

Dazu kämen bereits gebuchte Hochzeiten und andere Veranstaltungen im Zusammenhang mit der Schifffahrt. „In Absprache mit Füssen Tourismus und Marketing werden wir nach Alternativen suchen“, kündigte er im Hinblick darauf an. „Der Schwanenprinz“ starte dagegen zum Glück erst Ende Juli in die Saison.

Doch was passiert, wenn der See diesen Sommer überhaupt nicht aufgestaut werden kann? „Über so eine lange Zeit gibt es Probleme“, betont Schauer. „Im aller schlimmsten Fall fehlen uns dann eine Million Euro.“ Dieses Minus müsste dann durch die Stadt Füssen, also durch den Steuerzahler, ausgeglichen werden. Derzeit spiele man aber zunächst einmal die unterschiedlichen Szenarien durch.

 Er persönlich sei aber zuversichtlich, dass die Arbeiten am Damm und somit auch die Aufstauung planmäßig vonstatten gehen werde. Dennoch sollten Gespräche mit den Bürgermeistern der Anrainergemeinden und dem Landratsamt geführt werden für den Fall, dass der See tatsächlich ohne Wasser bleibt.

Sorgen bei Fischern

Gedanken angesichts der neuen Situation macht man sich auch in Füssen am Kaiser-Max-Platz: „Wir begrüßen natürlich jegliche Maßnahme, die die Sicherheit der baulichen Anlage des Forggenseedamms steigert“, sagte Füssens Tourismuschef Stefan Fredlmeier auf Anfrage. „Gleichwohl wird sicher mit nachteiligen Wirkungen auf den Tourismus zu rechnen sein: durch die eventuelle Verzögerung der Befahrbarkeit seitens der Schifffahrt mit allen Folgewirkungen, zum Beispiel eventuell auch für den Schwanenprinz, eingeschränkte Umrundungsmöglichkeiten des Forggensees für Fahrzeuge, eventuell auch für Radler, möglicherweise auch ein nochmals verstärkter Verkehrsdruck auf Füssen.“ Die Sanierung sei allerdings alternativlos. „Wir alle sind also angehalten, unsere Gäste und Reiseveranstalter stets frühzeitig zu informieren, damit sich diese auf die jeweils aktuellen Gegebenheiten einstellen können.“ 

Dass es zum Schlimmsten kommt, glaubt Georg Guggemos vom Segelbootverleih Rieden indes nicht. „Es wird nicht alles immer so heiß gegessen wie gekocht“, sagte er. Arbeiten am Damm hätte es auch in der Vergangenheit immer mal wieder gegeben. Ebenso extreme Wassertiefstände. Er gehe deshalb davon aus, dass es zu keinen größeren Beeinträchtigungen komme. 

Corvin Kraus vom Seglerservice am Forggensee bleibt zunächst ebenfalls gelassen. Sollte der See drei bis vier Wochen später als üblich aufgestaut werden, sei das für ihn noch vertretbar. Dann habe er sogar mehr Zeit, um mehr Boote vorzubereiten. Allerdings: „Wenn der See den ganzen Sommer über leer bleibt, dann hat jeder hier ein Problem.“ Auch er müsste dann wahrscheinlich auf die Beschäftigung einer Näherin verzichten. 

„Das wäre für uns ein Fiasko!“, sagt dagegen Alexander Beck, Schriftführer des Kreisfischereivereins Füssen, zum Worst-­Case-Szenario eines trockenen Sees im Sommer. Aber auch eine spätere Aufstauung hätte bereits spürbare finanzielle Auswirkungen, denn der Verein hat das Fischereirecht für den ganzen See und bewirtschaftet diesen auch. „Wir reden von einem sechsstelligen Bereich“, so Beck auf die Frage nach möglichen finanziellen Schäden. „Das ist aber stark davon abhängig, wann der See hochkommt“, erklärte er. Als Architekt wisse er, wie anspruchsvoll die geplante Sanierung des Damms sei. „Ein schwierig einzuschätzendes Bauvorhaben“, sagte er.

 

24.02.2018 - Presseinfo

Das bei einer Informationsveranstaltung am 20. März vorgestellte Sanierungsvorhaben überraschte alle anwesenden Behördenleiter, Bürgermeister, Seeanrainer und Touristiker "außerordentlich", so Jürgen Jentsch, 1. Vorsitzender des SC Füssen Forggensee. Gegenüber der Allgäuer Zeitung sprach Jentsch von einem "Schock".

Die Segelclubs befürchten nicht unerhebliche wirtschaftliche Folgen für ihre Vereinsgaststätten, Mehrkosten durch das Verlegen des Trainingsbetriebes für Kinder und Jugendliche an andere Gewässer sowie Defizite im geplanten Regattabetrieb durch etwaige Absagen. Normalerweise dauert der Zeitraum für den sogenannten Vollstau vom 1. Juni bis 15. Oktober.

 

20.02.2018 - Die erste (!) Information seitens Uniper SE bezüglich Seeaufstau 2018:

Den Seeanrainern, Bürgermeistern, Behördenvertretern, Repräsentanten der Landkreise Ostallgäu und Weilheim, Wasserwirtschaftsamt und Regierung von Schwaben mitgeteilt, dass der Forggenseeastaudamm aufgrund verschiedenster Gutachten dringend saniert werden muß. 

Fakt ist,wenn der Damm jetzt nicht saniert wird, könnte Uniper aus Sicherheitsgründen den Forggensee  nicht mehr aufstauen. Somit hat sich das Unternehmen entschlossen mit Investionen in Höhe von 20 Millionen Euro, in einer Bauzeit von ca.1 Jahr im ersten Schritt mit gezielten Injektionen in den Dammuntergrund  zu starten.
Nur dann kann mit einer mehrwöchigen Verspätung der Forggensee auch wieder 2018 aufgestaut werden.
Im zweiten Schritt, ab ca. Juli,  plant Uniper bis Jahresende von der Danmmkrone aus eine Erdbetonschlitzwand (wie z.B  Sylvensteinspeicher) über die gesamte Dammlänge (Länge 320 Meter, 80cm Dicke, Tiefe 75 Meter) einzubauen.
Ob der See 2018 überhaupt wieder aufgestaut werden kann, kann erst lt. Uniper nach den Injektionen und der Auswertung der weiteren in diesem Bauabschnitt gewonnen Informationen erfolgen.
Sollten während der Bauphase ernsthafte Probleme auftreten, so wurde gestern erklärt, behält sich das Unternehmen vor den Seespiegel wieder abzusenken.

[Info: Uniper SE ist eine eigenständige Gesellschaft, die durch Abspaltung der Energieerzeugungssparten Wasser, Kohle und Gas der E.ON SE entstanden ist (Quelle Wikipedia). Böse Stimmen sagen, dass Uniper die "Bad Bank" von E.ON ist, in die vor allem die Kernkraftwerksparte der E.ON 'abgeschoben' wurde, um im Zuge der Energiewende der Bundesregierung die finanzielle Sicherheit vom Mutterkonzern zu gewährleisten. Dies ist natürlich nur eine Vermutung ...]

     =>  Pressemitteilung von Uniper   Hier Klicken

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